Gesundheitsschädliche Chemikalien in Plastik

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Die schädigende Wirkung vieler Chemikalien, denen der Mensch im Alltag kaum ausweichen kann, ist längst bekannt. Verboten sind sie oft nicht – weil die letzte wissenschaftliche Bestätigung fehlt, die nur aufwendige und sehr langfristige Studien und Tests liefern könnten.

Trend geht zu Glas, Porzellan und Holz

Der Trend geht neuerdings zurück zu Küchengegenständen aus Glas, Porzellan oder Holz. Sie können umweltfreundlich entsorgt oder wiederverwendet werden. Ausgedientes Kunststoffgeschirr dagegen verrottet nicht, ist nur schwer zu recyceln und verursacht bei der Müllverbrennung oftmals hochgiftige Schadstoffe. In vielen Plastikgegenständen sind gesundheitsschädigende Chemikalien, die schon während des Gebrauchs ausgasen oder durch Wasser, Fett oder Hautkontakt gelöst werden.

Porzellan ist ein sehr nachhaltiges, langlebiges Material

Völlig frei von Giftstoffen: Der perfekt sitzende Coffee2Go-Deckel von Mahlwerck PorzellanVöllig frei von Giftstoffen: Der perfekt sitzende Coffee2Go-Deckel von Mahlwerck Porzellan

Porzellan hat den Vorteil, dass es aus natürlichen Stoffen hergestellt wird und sehr, sehr lange verwendbar ist. Gerade im Werbeartikelbereich ein besonderes, nachhaltiges Produkt.

Ganz ohne Plastik wird es in unserer Gesellschaft nicht mehr gehen, doch zumindest könnten gefährliche Stoffe vermieden werden. Wir haben uns ein wenig umgesehen und versucht, die Fakten für Sie zu recherchieren.

Die 2 am meisten umstrittenen Kunststoffadditive:
Bisphenol A
  • wird bei der Herstellung von Polykarbonat-Kunststoffen und Epoxidharzen verwendet und kommt in PVC (als Additiv zum Verlangsamen des Alterungsprozesses) vor. (Bei der Verwendung von Bisphenol A als Additiv ist der Stoff chemisch nicht gebunden. Er wird daher aus den Produkten wie Thermopapier oder PVC-Artikeln leichter freigesetzt, es ist aber auch weniger drin.)
  • u.a. kommt es in folgenden Bedarfsgegenständen vor: Kunststofftrinkflaschen, Babyflaschen, Plastikgeschirr und Dosen (Innenbeschichtung), Gehäuse von Wasserkochern und Kaffeemaschinen, mikrowellenfestes Geschirr, Kunststoffbestecke, Kochutensilien, Beschichtung von Thermopapier (Kassenzettel), Zahnfüllungen uvm.
  • geht von Plastik-Produkten in die Nahrung über („Hydrolyse“), v.a. wenn der Kunststoff erhitzt wird: z.B. beim Erwärmen von Fertiggerichten in der Verpackung oder Baby-Plastikflaschen
  • zeigt eine östrogene Aktivität („Hormongift“ / „Endokrine Disruptoren“): Auswirkungen auf die Entwicklung des männlichen Reproduktionssystems, Frühreife oder Verhaltensstörungen werden als mögliche Folgen diskutiert
  • Verdacht auf erbgutschädigende Wirkung
  • Seit dem 1. Juni 2011 ist EU-weit der Einsatz von Bisphenol A in Babyflaschen verboten
  • Gefährlichkeit von Bisphenol A ist umstritten: Viele Wissenschaftler alarmieren, denn die hormonartige Wirkung von Bisphenol A könnte auch für Menschen gefährlich werden. Dagegen hat die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) den Wert für die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge im Sommer 2007 um das Fünffache auf 0,05 mg je Kilogramm Körpergewicht erhöhte. Das Vorgehen wurde von Umwelt- und Verbraucherschützern stark kritisiert.
  • Im EU-Altstoffprogramm bewerteten die EU-Mitgliedstaaten das Risiko von Bisphenol A für Mensch und Umwelt. Das Ergebnis: bei sachgemäßer Verwendung von Produkten auf Bisphenol A-Basis besteht für die Verbraucher kein Anlass zur Sorge vor gesundheitlichen Gefahren. Auch die europäische Lebensmittelbehörde EFSA kommt zu diesem Schluss. Nicht alle EU-Länder teilen ein so eindeutiges Ergebnis. Dänemark und Frankreich zum Beispiel haben vorsorglich weitergehende Maßnahmen für bestimmte Produkte erlassen. Kanada hat inzwischen aus Vorsorgegründen Bisphenol A-haltige Babyflaschen verboten.
  • Zusammenfassung der UBA-Einschätzung (Umweltbundesamt) der Risiken für die menschliche Gesundheit: Die Gesamtschau der bisher vorliegenden Studien über die Wirkungen und die Exposition von Bisphenol A offenbart Hinweise auf mögliche Risiken für die menschliche Gesundheit. Bei einigen Aspekten der Risikobewertung bestehen zurzeit noch deutliche Wissenslücken und Unsicherheiten. Aus Sicht des Umweltbundesamtes ist es deshalb gerechtfertigt, Vorsorgemaßnahmen zur gezielten Minderung der Exposition für solche Bevölkerungsgruppen zu erwägen, die aufgrund ihrer Empfindlichkeit und Exposition am ehesten gefährdet sind. Deshalb ist zunächst auf europäischer Ebene auf eine Herabsetzung der Vorgaben zu den Höchstmengen von Bisphenol A in Lebensmittelbedarfsgegenständen aus Kunststoff (z.B. Flaschen) zu drängen.
Phthalate
  • sind Additive in Kunststoffen, sogenannte „Weichmacher“, die dafür sorgen, dass Kunststoffe elastisch bleiben
  • Verwendung finden sie vor allem bei der Herstellung von Weich-PVC (Polyvinylchlorid)
  • Die fünf am meisten eingesetzten Phthalate: Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP), Benzylbutylphthalat (BBP), Di-isononyl-phthalat (DINP) und Di-isodecyl-phthalat (DIDP)
  • viele Alltagsprodukte bestehen aus PVC und enthalten daher Phthalate: u.a. Lebensmittelverpackungen wie Weichfolien.
  • Phthalate sind in Weich-PVC nicht fest eingebunden. Sie dünsten aus oder lösen sich beim Kontakt mit Flüssigkeiten und Fetten. Die Folge: Phthalate finden sich überall in der Umwelt und der Mensch kommt ständig mit ihnen in Berührung.
  • Phthalate können durch die Atmung, die Nahrung und die Haut aufgenommen werden. Die Aufnahme durch die Nahrung spielt eine wesentliche Rolle. Milch und Milchprodukte wie Käse und Butter können Phthalate enthalten, ebenso Fische, Fleisch und Wurstwaren. Diese Verunreinigungen können auch aus Verpackungsmaterialen oder dem Kontakt mit PVC-Oberflächen während der Verarbeitung kommen.
  • Phthalate sind für den Menschen akut nicht sehr giftig. Einige Phthalate haben fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften. Zu den als fortpflanzungsgefährdend eingestuften Phthalaten zählen: DEHP, DBP und BBP. Sie beeinträchtigen im Tierversuch die männlichen Sexualorgane, führen zu Hodenschrumpfung und verschlechterter Samenqualität. Die Nachkommen zeigen ebenfalls Beeinträchtigungen: Von niedrigerem Geburtsgewicht bis zu Missbildungen.
  • Leber und Nieren reagieren auf alle Phthalate empfindlich: Verdacht auf Leberschädungen!
  • Bei den Untersuchungen eines deutschen Instituts für Umweltmedizin lag die tägliche DEHP-Aufnahme eines Drittels der untersuchten Personen zum Teil deutlich über den von Gesundheitsbehörden als sicher angesehenen Mengen.
  • Die EU-Kommission hat deshalb Maßnahmen zur Risikominderung – beispielsweise das Verbot von Phthalaten in Kinderspielzeug und Babyartikeln – getroffen.

Selbstverständlich bestehen unser Coffee2Go-Deckel und der Einsatz unseres neuen Coffee2Go Thermo aus einem sehr hochwertigen Kunststoff, der völlig frei von Phthalaten und Bisphenol A ist.

Links zu mehr Information:

Studie des Umweltbundesamts: Bisphenol A, Massenchemikalie mit unerwünschten Nebenwirkungen (Aktualisierte Fassung Juli 2010)

Greenpeace Veröffentlichung: Dauergifte in der Umwelt – Phthalate, 2004

http://www.infonetz-owl.de/index.php?id=217

https://www.bund.net/themen/chemie/hormonelle-schadstoffe/bisphenol-a/

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